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Blutspendetermine

Die Schnelleinsatzgruppe

Der Rettungsdienst stößt beim Massenanfall von Verletzten u.U. an seine Kapazitätsgrenzen. Er ist dann nicht immer in der Lage, z.B. alle Verletzten ausreichend individualmedizinisch zu versorgen oder gar betreuungsdienstliche Aufgaben zu übernehmen.

Diese Versorgungslücke zwischen rettungsdienstlicher Individualversorgung und dem Bedarf bei einem Massenanfall von Verletzten/Kranken kann nur dadurch geschlossen werden, dass zumindest Teile der Einsatzeinheiten zeitnah an den rettungsdienstlichen Einsatz angebunden werden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, dass überall dort, wo dies möglich und nötig ist, zumindest ein Teil der Einsatzeinheit als SEG tätig wird. Die Sanitätsgruppen der Einsatzeinheiten sollen zukünftig mit Funkalarmierungssystemen ausgestattet werden und können dann als Schnelleinsatzgruppen von der Leitstelle alarmiert werden. Sie ergänzen und verstärken den rettungsdienstlichen Einsatz. 

Allgemeine Voraussetzungen für eine SEG:

  • Einbindung der SEG in die Alarm- und Ausrücke - Ordnung (AAO) der Leitstellen ab einer bestimmten Anzahl Betroffener;
  • Alarmierung mittels Funkmeldesystemen durch die zuständige Leitstelle;
  • Hilfsfrist ca. 25 Minuten.

Nur wenn die Einsatzeinheit (unter Umständen auch in Funktion einer SEG) zeitnah in das Einsatzgeschehen eingebunden wird, ergeben sich die großen Vorteile gegenüber dem bisherigen System im Katastrophenschutz. Durch späteres Nachrücken weiterer Teileinheiten kommt es zum lückenlosen Aufbau eines wirkungsvollen Hilfeleistungssystems. Von Vorteil ist, dass die bereits bestehenden Schnelleinsatzgruppen in das System der Einsatzeinheiten integriert werden können. Dabei müssen die Helferinnen und Helfer der SEG über die gleiche Grundausbildung verfügen wie die Helferinnen und Helfer der Einsatzeinheit (multifunktionale Einheit).

Auch die Betreuungsgruppe kann mit ihren Trupps „Soziale Betreuung“, wenn sie mit geeigneten Alarmierungsmitteln ausgerüstet wird, als SEG eingesetzt werden und dann in kürzester Zeit (ca. 20 – 30 Minuten nach Alarmierung) am Einsatzort eintreffen.